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Wie funktionieren sie
und was muß man beachten.
Die Heilmittel des Ostens
Die Methoden der westlichen allopathischen Medizin und der östlichen Heilpflanzen sind grundverschieden.
Während sich die westliche Medizin auf das symptomatische Krankheitsbild bezieht, |
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Li Shih-chen (1528 - 1593)
Chinas größter
Kräuterspezialist |
unterstützt die östliche Heilkunde in Form von konzentrierter Organ-Nahrung den Körper, um
das Krankheitsbild durch Selbstheilung zu beseitigen.
Hier spielen die fünf Geschmacksrichtungen sauer, bitter,
süß, pikant/scharf und salzig eine große Rolle.
Das fundamentale Wirken der chinesischen Heilkunde geht auf die Energien
des Körpers ein, um über die Meridiane zu den einzelnen Organen zu gelangen.
Bevor sie diese erreichen, entstehen auch Effekte auf dem Weg dorthin. Z.B.
wird eine Behandlung von Knieschmerzen auch über den Magenmeridian geführt,
weil dieser jenen Bereich passiert.
Die Kräuter tragen grundsätzlich zur Harmonisierung der Psyche bei.
Durch die westliche Methode, Krankheitserreger zu vernichten, werden auch
körpereigenen Stoffe und Funktionen angegriffen, wodurch unerwünschte
Nebenwirkungen auftreten.
Die Prinzipien der Rezepte
Hierbei handelt es sich um die Theorie der Zusammenarbeit zwischen den
Kräutern, die hier als König, Minister, Assistenten und Führer in einem
Rezept dargestellt werden.
Der König geht bei einer Behandlung direkt auf die Ursache oder das Hauptsymptom einer
Krankheit ein und beherrscht das gesamte Rezept. Die Hauptaufgabe des Ministers ist zu
helfen und den Effekt des Königs zu stärken. Weiterhin behandelt er Symptome,
die die Krankheit, auf die der König eingeht, begleiten.
Die Pflicht der/des Assistenten kann man in drei Bereiche aufteilen:
1. Dem König und dem Minister zu assistieren, um
deren therapeutische Wirkung zu stärken, oder selbständig nebensächliche Symptome zu beseitigen.
2. Die eventuelle irritierende Eigenschaft des
Königs und/oder des Ministers zu reduzieren, ohne dessen therapeutische Wirkung
herabzusetzen, und um unerwünschte
Nebenwirkungen zu unterbinden.
3. In ernsten Fällen das Erbrechen, das durch eine
starke Wirkung der anderen Kräuter auftreten könnte, zu verhindern.
Die Führer der Kräuter kann man in zwei Typen unterteilen:

1. Als "medizinische Führer" leiten sie
die anderen Kräuter des
Rezeptes zu den betroffenen Stellen des Körpers.
2. Als "vermittelnde Führer" koordinieren
sie die Wirkung der
übrigen Kräuter im Rezept.
Daraus ergibt sich, welche Rollen der König, der Minister, die Assistenten und die
Führer
in der Wirkung, Stärke und Dosierung, die genau aufeinander abgestimmt sein müssen,
im Rezept haben.
Auf Grund dieser Darstellung ist eine schadhafte Überdosierung der Kräuter im Gegensatz
zur westlichen allophatischen Medizin fast unmöglich.
Was muß man beachten ?
Die chinesischen Kräuter werden regulär eine ½ Stunde vor oder nach
dem Essen mit warmen Wasser eingenommen.
Sollten wider Erwarten Magenprobleme auftauchen, nehme man warmes Kartoffelwasser.
Entstehen bei Einnahme der Kräuter zu starke Reaktionen wie z. B. Durchfall
o.ä., muß die Dosierung auf 1/4 zurückgesetzt werden, um später
stufenweise auf die angegebene Dosis zurückzugehen.
Eine anfängliche Verschlechterung der Krankheit muß keine Fehlbehandlung
bedeuten, sondern zeigt an, daß sich der Körper mit dem Leiden beschäftigt.
Bei Einnahme von tonisierenden (stärkenden) Mitteln muß diese bei Eintreten
von Grippe, Erkältungen oder plötzlich auftretenden Allergien (Heuschnupfen,
Sommerekzem u.ä.) eingestellt werden, da diese Medizin solche Krankheiten
tiefer in den Körper hineinführen kann !
Bei Schwangerschaft dürfen einige Kräuter nicht eingenommen werden !
Wird man bei einer chronischen Krankheit behandelt, die dann durch eine akute
Krankheit ergänzt wird, so hat die neue akute Krankheit Vorrang, und die
Kräuter der chronischen Krankheit werden vorübergehend abgesetzt.
Genau wie die verschieden Jahreszeiten u.ä. hat auch die Mondphase einen Einfluß
auf die Wirkungsweise der Kräuter. Tonisierende Kräuter wirken besser bei
zunehmendem Mond, und sedierende (ausleitende) wirken besser bei
abnehmendem Mond.
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Li Shih-Chen, Statue vor dem Hangzhou TCM Hospital,
Hangzhou, PR China |
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